Oberst Arnold Künzli

Johann Friedrich Arnold Künzli, geboren am 20. Juni 1832, von Riken (heute Murgenthal), verheiratet mit Maria Anna geb. Nussbaum, von Birrwil, verstarb am 9. November 1908 in Murgenthal. Er besuchte Schulen in Riken, Murgenthal, Wangen an der Aare und die Kantonsschule Aarau und absolvierte eine kaufmännische Lehre in Genf.

ArnoldKünzli.jpgArnold Künzli diente der Gemeinde als langjähriger Schulpfleger und Schulpflegepräsident, als Gemeinderat und kurze Zeit als Gemeindeammann. Er gründete verschiedene Industrien (mechanische Strickerei, Korbflechterei, Holzwarenfabrik, Buntweberei) und war ein grosser Wohltäter der Gemeinde (Schenkungen an Friedhof Riken, Land für Gemeindehausanbau, Schulhaus Friedau und heutiger Oberst-Künzli-Platz). Er war Initiant des ersten Wasserkraftwerkes im Aargau (Ruppoldingen), zudem Demokrat aus tiefer Überzeugung und mit grossem Volkswillen.

 

  • 1858 Erste Wahl in den Grossen Rat des Kantons Aargau (bis 1862, dann wieder 1864 - 1868 und 1873 - 1908)
  • 1862 Gründung der Künzli & Gugelmann Grossindustrie in Roggwil, zusammen mit seinem Schwager Johann Friedrich Gugelmann
  • 1864 Erste Wahl in den Nationalrat
  • 1865 Rücktritt aus dem Nationalrat aus familiären Gründen (zugunsten von Emanuel Herosé, Zofingen)
  • 1868 Wahl zum aargauischen Regierungsrat (bis 1873)
  • 1869 Zweite Wahl in den Nationalrat, dem er dann bis zu seinem Tode angehörte
  • 1873 Beförderung zum Oberst im Generalstab, Kommandant der Infanteriebrigade XII
  • 1873 Rücktritt als Regierungsrat
  • 1879/80 Nationalratspräsident
  • 1880 Erste Ernennung zum Tessiner Kommissär (Stabio-Prozess)
  • 1882 Kommandant der IV. Division
  • 1883 Präsident des Aargauer Verfassungsrates (Verfassung von 1885)
  • 1890 Eidg. Kommissär im Tessiner-Putsch
  • 1893 Kommandant des IV. Armeekorps
  • 1899 Delegierter der Schweiz bei der Friedenskonferenz von Den Haag.